E-Rechnungspflicht in Belgien seit Januar 2026: Was Ihr Unternehmen jetzt tun muss
Seit dem 1. Januar 2026 schreibt Belgien die strukturierte elektronische Rechnung für B2B-Umsätze zwischen belgischen mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen vor. Das ist keine Option und keine Empfehlung: Das PDF per E-Mail genügt nicht mehr, und Sanktionen sind vorgesehen. Hier ist, was gilt — und der kürzeste Weg zur Konformität.
Was das Gesetz verlangt
Das Gesetz vom 6. Februar 2024 macht strukturierte elektronische Rechnungen für Lieferungen und Leistungen zwischen in Belgien ansässigen Unternehmen zur Pflicht:
- Senden: Ihre inländischen B2B-Rechnungen müssen strukturiert ausgestellt werden — Standard ist Peppol BIS Billing 3.0 über das Peppol-Netzwerk
- Empfangen: Sie müssen strukturierte Rechnungen Ihrer Lieferanten empfangen können — auch wenn Sie selbst kaum Rechnungen stellen
- Ein anderes EN-16931-konformes Format kann zwischen den Parteien vereinbart werden, die Peppol-Fähigkeit bleibt aber auf beiden Seiten Pflicht
Konkret heißt das: Jedes belgische steuerpflichtige Unternehmen braucht einen Zugang zum Peppol-Netzwerk — unabhängig von der Größe.
Wer betroffen ist — und wer nicht
Betroffen: praktisch alle in Belgien ansässigen Steuerpflichtigen, vom Selbstständigen bis zum Konzern, für ihre inländischen B2B-Umsätze.
Nicht betroffen: Rechnungen an Privatpersonen (B2C), Umsätze mit ausländischen Kunden oder Lieferanten sowie nach Artikel 44 steuerbefreite Unternehmen für ihre befreiten Umsätze. Aber Achtung: Sobald ein belgischer steuerpflichtiger Lieferant Ihnen eine B2B-Rechnung stellt, müssen Sie seine strukturierte Rechnung empfangen können.
Was Sie riskieren, wenn Sie warten
- Bußgelder: 1.500 € bei der ersten Feststellung fehlender technischer Mittel, 3.000 € bei der zweiten, danach 5.000 €
- Mehrwertsteuerrisiko: Für Umsätze im Anwendungsbereich der Pflicht ist nur die strukturierte Rechnung eine ordnungsgemäße Rechnung — eine nicht konforme Rechnung gefährdet den Vorsteuerabzug Ihres Kunden
- Geschäftsrisiko: Immer mehr Großunternehmen und Behörden weisen unstrukturierte Rechnungen schlicht zurück — die Zahlung wartet
Ein Lichtblick: Abonnements für E-Rechnungssoftware profitieren bei kleinen Unternehmen von einem erhöhten Kostenabzug von 120 % (2024–2027).
Und danach: Beinahe-Echtzeit-Reporting ab 2028
Belgien hat den nächsten Schritt bereits angekündigt: Ab 2028 sollen Rechnungsdaten in nahezu Echtzeit an die Steuerverwaltung übermittelt werden, aufbauend auf dem Peppol-Netzwerk („5-Corner-Modell"). Wer sich heute mit Peppol verbindet, ist für die nächste Stufe also schon gerüstet — keine erneute Migration nötig.
Der kürzeste Weg zur Konformität
Sie brauchen kein IT-Projekt. Mit Bizzlink, einem zertifizierten Peppol-Zugangspunkt aus Luxemburg mit Hosting in der EU, sind Sie schnell startklar:
- Ab 15 €/Monat (Basic): 100 gesendete Rechnungen, unbegrenzter Empfang über die Weboberfläche — vollständige Konformität für Senden und Empfangen
- Sie wollen Ihre Software anbinden? REST-API und Konnektoren ab dem Business-Tarif (40 €/Monat)
- Alle Formate des Netzwerks: Peppol BIS, UBL, XRechnung — ein einziger Anschluss
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Häufige Fragen
Wen betrifft die belgische E-Rechnungspflicht?
Seit dem 1. Januar 2026 müssen praktisch alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen mit Sitz in Belgien für inländische B2B-Umsätze strukturierte elektronische Rechnungen senden und empfangen können. Die Größe spielt keine Rolle: Der Selbstständige ist genauso betroffen wie der Großkonzern.
Ist ein per E-Mail verschicktes PDF noch eine gültige Rechnung?
Nein — nicht für B2B-Umsätze zwischen belgischen steuerpflichtigen Unternehmen. Eine PDF-Rechnung ist keine strukturierte elektronische Rechnung im Sinne des Gesetzes. Sie kann die Peppol-Rechnung als Lesekopie begleiten, ersetzt sie aber nicht.
Was riskiert mein Unternehmen, wenn es nicht bereit ist?
Die Verwaltung sieht gestaffelte Bußgelder vor, wenn ein Unternehmen nicht über die technischen Mittel zum Senden und Empfangen strukturierter Rechnungen verfügt: 1.500 € bei der ersten Feststellung, 3.000 € bei der zweiten, danach 5.000 €. Hinzu kommt ein Mehrwertsteuerrisiko: Eine nicht konforme Rechnung kann den Vorsteuerabzug Ihres Kunden gefährden — und damit die Geschäftsbeziehung belasten.
Welches Format und welches Netzwerk gelten?
Der Standard ist Peppol BIS Billing 3.0, ausgetauscht über das Peppol-Netzwerk. Die Parteien können ein anderes EN-16931-konformes Format vereinbaren, aber jedes Unternehmen muss weiterhin über Peppol senden und empfangen können.
Was ist mit meinen Privatkunden oder ausländischen Kunden?
Die Pflicht gilt für inländische B2B-Umsätze zwischen in Belgien ansässigen Steuerpflichtigen. Rechnungen an Privatpersonen (B2C) und an ausländische Kunden sind nicht betroffen — aber immer mehr ausländische Kunden, etwa in Luxemburg und den Niederlanden, akzeptieren ebenfalls Peppol.
Was ist ein Peppol-Zugangspunkt und warum brauche ich einen?
Das Peppol-Netzwerk funktioniert wie das Bankennetz: Zugang gibt es nur über einen zertifizierten Dienstleister, den Zugangspunkt (Access Point). Er übermittelt Ihre Rechnungen sicher und geprüft an jeden Empfänger im Netzwerk. Bizzlink ist ein zertifizierter Peppol-Zugangspunkt — ab 15 €/Monat, unbegrenzter Empfang über die Weboberfläche inklusive.
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